Ein Arzt misst Blutdruck

Hochschulambulanz

Die Medizinische Klinik für Nephrologie CBF der Charité – Universitätsmedizin Berlin informiert auf dieser Seite über die Spezialambulanzen der Klinik.

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Die Nephrologische Ambulanz am CBF

In den Spezialsprechstunden der nephrologischen Ambulanzen werden circa 3.500 Patienten und Patientinnen pro Jahr behandelt.

Neben der Hochschulambulanz existiert auch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und eine Transplantationsambulanz (NTBF). In allen Einrichtungen arbeiten zertifizierte Nephrologen, Endokrinologen und Hypertensiologen mit umfangreicher nephrologischer und internistischer Erfahrung. 

Ein Besonderer Schwerpunkt der Ambulanzen liegt auf der Diagnostik und Therapie von therapieresistentem Bluthochdruck. Arterieller Bluthochdruck ist weit verbreitet und betrifft oft auch die Nieren. Meist ist eine lebenslange Behandlung notwendig. Seit 2013 leitet unsere Klinik das zertifizierte Hochdruckzentrum DHL® der Charité.

Eine weitere Herausforderung sieht das Klinikteam in der Diagnostik und Behandlung seltener und komplexer Krankheitsbilder wie

  • dem Morbus Ormond, IgG4-assozierten Autoimmunerkrankungen,
  • ungeklärter Glomerulonephritis und
  • systemischen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

In der Transplantationsambulanz des MVZ für Nephrologie, Hypertensiologie und Transplantation am Campus Benjamin Franklin werden Patientinnen und Patienten vor und nach einer Nierentransplantation betreut.

Leiter Hochdruckzentrum und Transplantationsprogramm

Prof. Prof. h.c. Dr. med. Markus van der Giet

Stellvertretender Klinikdirektor, Leiter des Hochdruckzentrums, Leiter des Transplantationsprogramms der Charité am Standort Benjamin Franklin (NTBF)

Prof. Prof. h.c. Dr. med. van der Giet

Ärztinnen und Ärzte der nephrologischen Ambulanz

PD Dr. med. Markus Tölle
PD Dr. med. Markus Tölle

Leitender Oberarzt

Dr. med. Stergios Vlatsas
Dr. med. Stergios Vlatsas

Funktionsoberarzt der Hochschulambulanz

Dr. med. Simone van der Giet
Dr. med. Simone van der Giet

Ärztliche Koordination der Transplantationsnachsorge

Spezialsprechstunden

Hochdruckzentrum

Jenseits des 60. Lebensjahres haben ca. 60 Prozent der deutschen Bevölkerung einen arteriellen Hypertonus. Etwa 90 Prozent der Hochdruckerkrankungen sind Folge der genetischen Prädisposition (essenzieller Hochdruck) mit vor allem auch Beeinflussung durch die Lebensumstände wie

  • Alkoholkonsum,
  • Bewegungsmangel,
  • Nikotinkonsum,
  • Übergewicht,
  • Stress oder auch
  • übermäßiger Salzkonsum.

Aber selbst wenn man ein gesundes Leben führt entsteht ein Bluthochdruck. Die familiäre Vorbelastung kann leider nicht beeinflusst werden.

Ein unbehandelter Blutdruck führt häufig nach Jahrzehnten zu

  • Schlaganfällen,
  • Herzinfarkt,
  • Demenz oder auch
  • Nierenfunktionsstörungen,

die nicht selten in einer notwendigen Dialysetherapie enden. Wichtig ist damit die frühzeitige Identifikation des Blutdrucks und die dann möglichst optimierte Einstellung und die Risiken für kardiovaskuläre Ereignisse so gut wie möglich zu beherrschen.

Bei rund 10 Prozent der Patienten gibt es eine Ursache für die Entwicklung eines Bluthochdrucks (sekundärer Bluthochdruck). Hier sollte man die Ursachen gut charakterisieren, da zum Teil die Hochdruckkrankheiten sogar behandelbar sind und damit sogar eine medikamentöse Therapie gar nicht notwendig ist.

In der Hochdruckambulanz werden Patienten mit dem sogenannten essenziellen Bluthochdruck aber auch sekundären Bluthochdruck vollständig diagnostiziert und dann auch entsprechend eine individuelle Therapie angepasst. Die Ambulanz kann in der Interaktion mit anderen Kliniken die komplette Diagnostik durchführen. 

In Deutschland sind bis zu 15 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit einer Bluthochdruckerkrankung durch eine Therapie mit 3 Blutdruckmedikamenten nicht ausreichend zu behandeln. Diese Patienten werden als therapieresistent bezeichnet. Aufgrund der Tatsache, dass für diese Patienten ein hohes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen besteht, ist eine intensive medizinische Betreuung notwendig. Diesen Patienten nehmen wir uns in unserer Spezialambulanz "Therapieresistenter Bluthochdruck" an.

Im Rahmen dieser Spezialsprechstunde werden insbesondere Patienten mit therapieresistentem arteriellen Bluthochdruck behandelt. Ein Schwerpunkt der Behandlung liegt auf der Diagnostik der Ursache der arteriellen Hypertonie und der bereits vorhandenen vaskulären Schädigung. Mittels nicht invasiver Techniken sind wir in der Lage auch durch eine Pulswellenanalyse gezielt den zentralen Blutdruck, die Pulswellengeschwindigkeit und weitere Gefäßparameter zu vermessen und dadurch auch bereits etablierte Gefäßschäden gezielt zu analysieren und auch entsprechend therapeutische Vorschläge zu machen.

Therapeutisch werden neben der medikamentösen Behandlung unterschiedliche interventionelle Verfahren zur Blutdrucksenkung bei entsprechender Indikation angeboten. Zu diesen Verfahren gehört die renale Denervation (elektrisch oder auch mit Alkohol) und die Barorezeptor-Stimulation (elektrisch oder auch mit passiver Stimjulation). Neben diesen Verfahren werden zur Zeit weitere interventionelle Verfahren im Rahmen von Studien untersucht. Hierzu zählt u.a. die Anlage eines Rox Couplers.

Seit 2013 leitet unsere Klinik das zertifizierte Hochdruckzentrum DHL® der Charité.

Es werden auch Patientinnen mit Hochdruck während der Schwangerschaft behandelt. Hierbei besteht seit Jahren eine besondere Expertise in der medikamentösen Behandlung der Patientinnen.

Besondere Schwerpunkte in der Diagnostik und Behandlung:

  • Diagnostik und Behandlung sekundärer Hochdruckursachen
  • Diagnostik und Behandlung von therapieresistenten Hochdruckkranken
  • Diagnostik und Behandlung von jungen Patienten (unter dem 30 Lebensjahr) mit isoliert systolischer Hypertonie
  • Diagnostik und Behandlung von älteren Patienten mit isoliert systolischer Hypertonie (stark schwankende Blutdruckwerte)
  • Diagnostik und Behandlung von Hochdruck in der Schwangerschaft

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Dr. Stergios Vlatsas

PD Dr. Markus Tölle

Prof. Dr. Markus van der Giet

Dr. Henriette Straub

Dr. Alexander Reshetnik


Autoimmune Nierenerkrankungen

Viele Nierenerkrankungen haben eine autoimmune Genese. Das heißt, die körpereigenen Abwehrsysteme richten sich gegen die Nieren. Dies äußert sich häufig in Form einer Glomerulonephritis, einer Entzündung der Nierenkörperchen. Die Glomerulonephritis kommt sowohl als eigenständiges Krankheitsbild, als auch im Rahmen von systemischen Erkrankungen vor. Als Beispiele sind hier der Lupus erythematodes und die Sklerodermie zu nennen.

Im Rahmen der Spezialsprechstunde "autoimmune Nierenerkrankungen" werden Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Formen einer Glomerulonephritis diagnostiziert und behandelt. Es besteht hier eine enge Kooperationen mit dem "Deutschen Krebsforschungszentrum" in Heidelberg, wo sich insbesondere die Zusammenarbeit mit einem der bedeutendsten Nephropathologen Deutschlands, Herrn Professor Dr. Gröne, als zielführend in der Diagnostik und Differenzierung dieser komplexen Krankheitsbilder erwiesen hat. 

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Polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD)

Die Diagnostik polyzystischer Nierenerkrankungen und deren Therapie stehen im Vordergrund dieser Spezialambulanz.

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Prof. Dr. Markus van der Giet

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Morbus Ormond und IgG4 assoziierte Autoimmunerkrankungen

Im Rahmen dieser Spezialambulanz werden Patientinnen und Patienten mit einem Morbus Ormond und dessen Folgeerscheinungen betreut. Hierzu stehen in der Klinik für Nephrologie CBF alle zur Diagnostik notwendigen bildgebenden Verfahren einschließlich Sonografie, Computertomografie und Magnetresonanztomografie zur Verfügung.

Die retroperitoneale Fibrose (Morbus Ormond) stellt eine seltene und komplexe Systemerkrankung mit der Einbeziehung verschiedener Organsysteme dar. Gerade bei solchen "Orphan Diseases" ist eine verbindliche interdisziplinäre Zusammenarbeit von Nephrologen, Urologen, Gefäßchirurgen und Radiologen wichtig, um die zeitgerechte Diagnose stellen und die suffiziente Therapie beginnen zu können. Am Campus Benjamin Franklin wird im Rahmen von interdisziplinären Konferenzen zwischen Experten der einzelnen Fachdisziplinen jeder Fall individuell besprochen, mit dem Ziel der bestmöglichen medizinischen Versorgung der Betroffenen.

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Allgemeine Nephrologie

In dieser Sprechstunde behandeln erfahrene Nephrologen eine Vielzahl an nephrologischen Krankheitsbildern. Häufige Erkankungen der Nieren resultieren zum Besipiel aus unbehandeltem Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

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Dr. Stergios Vlatsas

PD Dr. Markus Tölle

Dr. Henriette Straub-Hohenbleicher


Chronische Nierenerkrankungen

Diese nephrologische Spezialambulanz kümmert sich um die Belange chronisch Nierenerkrankter Patientinnen und Patienten. Die Nierenfunktion wird regelmäßig überprüft, um bei Änderungen gegegnenfalls Anpassungen der Therapie vornehmen zu können. Auch liegt ein besonderes Augenmerk auf Begleiterkrankungen, die Ursache oder Folge der chronischen Niereninsuffizienz sein können. Sollte eine Dialyse am Ende unumgänglich sein,werden Sie auch bei diesem Schritt kompetent begleitet. Zusammen mit Ihnen wird eine Lösung gefunden, die die bestmögliche Integration einer chronischen Dialysebehandlung  in Ihren Alltag ermöglicht.

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Dr. Simone van der Giet

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Dr. Stergios Vlatsas

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Dr. Mika Hsiao

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Tumorassoziierte Nieren- und Hochdruckerkrankungen

Im Rahmen dieser Spezialambulanz werden alle mit einer Tumorerkrankung oder deren Therapie assoziierten Nierenerkrankungen und Hochdruckerkrankungen behandelt.

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Prof. Dr. van der Giet

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Partner im Transplantationsprogramm der Charité

Die nephrologische Klinik ist wichtiger Partner im Transplantationsprogramm der Charité am Standort Campus Benjamin Franklin (NTBF).

Im Rahmen der Transplantationsvorbereitung werden Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz oder bereits bestehender Dialysepflichtigkeit betreut, bei denen eine Nierentransplantation zu einer Verbesserung der Lebenssituation führen kann.

Mit speziellen Verfahren der extrakorporalen AB0-Immunadsorption wird dabei auch die blutgruppenungleiche Nierentransplantation ermöglicht.

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Dr. Henriette Straub-Hohenbleicher

Dr. Simone van der Giet


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