AG Intensivmedizin

Die Arbeitsgruppe (AG) Intensivmedizin des Nephrologischen Labors am Campus Benjamin Franklin der Charité – Universitätsmedizin Berlin wird geleitet von PD Dr. med. Friederike Compton.

Im Folgenden gibt die AG einen Überblick über ihre Forschungsschwerpunkte.

Sie befinden sich hier:

Hämodynamische Messmethoden auf der Intensivstation

Einsatz minimal- bzw. nichtinvasiver hämodynamischer Messmethoden bei Intensivpatienten

Bei kreislaufinstabilen Patienten wird in zunehmendem Maße der frühzeitige Einsatz hämodynamischer Messverfahren zur Ermittlung und Optimierung von Kenngrößen wie dem Herzzeitvolumen gefordert. Invasivität und Komplexität der etablierten Methoden erlauben allerdings eine entsprechend frühzeitige Anwendung kaum, da die initiale Evaluation entsprechender Patienten häufig außerhalb der Intensivstation stattfindet.

Die AG Intensivmedizin hat daher verschiedene nicht-invasive und minimalinvasive Verfahren im Einsatz bei hämodynamisch instabilen Patientinnen und Patienten getestet (FloTrac/Vigileo, Applanationstonometrie).

Die Ergebnisse zeigen, dass diese Messverfahren mit den invasiven Methoden in Bezug auf Genauigkeit und Reproduzierbarkeit nicht vergleichbar sind. Die minimalinvasive FloTrac/Vigileo-Technik könnte unter bestimmten Voraussetzungen dennoch geeignet sein, hämodynamische Parameter in der Erstversorgung von kreislaufinstabilen Patienten zu gewinnen. Weitere Untersuchungen dazu werden gegenwärtig durchgeführt.

Einsatz hämodynamischer Messmethoden zur Verbesserung des Volumenmanagements bei Intensivpatienten mit Nierenversagen

Volumetrische hämodynamische Messparameter (gesamtenddiastolisches Volumen, extravaskuläres Lungenwasser) werden in zunehmendem Maße zur Steuerung von Volumentherapien in der Intensivmedizin eingesetzt. In gleichem Maße komplex wie die Volumensubstitution ist bei kritisch kranken Patienten der Volumenentzug im Rahmen von Nierenersatztherapie.

Die AG Intensivmedizin hat deshalb die Eignung volumetrischer Parameter zur Steuerung des Flüssigkeitsentzugs an Hämodialyse auf der Intensivstation in einer Pilotstudie untersucht und führt gegenwärtig eine weitere Studie zum Thema durch.

Interprofessionelle pflegerisch-ärztliche Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung in der Intensivtherapie

Dekubitusrisikoassessment auf der Intensivstation

In einem von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Kooperationsprojekt von Ärzten und Pflege hat die AG Intensivmedizin anhand ihrer elektronischen Patientendatendokumentation Risikofaktoren für die Entwicklung von Dekubiti auf der Intensivstation ermittelt und diese an einem unabhängigen Kollektiv evaluiert.

Es konnte gezeigt werden, dass die pflegerische Einschätzung von Hautzustand und Zirkulation bei Aufnahme auf die Intensivstation einen höheren prädiktiven Aussagewert für die Entwicklung von Dekubiti hat als eine Vielzahl untersuchter objektiver intensivmedizinischer Parameter.

Entwicklung und Evaluation eines Algorithmus zum Blutzuckermanagement bei Intensivpatienten

Verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

PD Dr. med. Frederike Compton
PD Dr. med. Friederike Compton

Oberärztin der Intensivstation

Torsten Weidehoff
Torsten Weidehoff

Atemtherapeut